30 Kommentare zu “Wortbeflügler: 40. Frage in den Raum

  1. Diese beflügelte Antwort ist sehr leicht:

    Mit Frauen ist das ziemlich leicht,
    wie man(n) ihr faules Herz erreicht:

    Er steht fest auf beiden Beinen
    Was er sagt, das soll er meinen.
    Mutig sein ist ihm nicht peinlich
    Er zeigt Größe, ist nicht kleinlich.
    Seine Stimme sticht hervor
    Auch mal solo, nicht im Chor.
    Er hat Witz, Charme und Esprit
    Ihn umgibt ein Hauch Genie
    Und droht Kummer, Angst und Harm
    Nimmt er einen in den Arm.
    Frauen von heute fängt man längst
    Nicht mit Seil, Pfeil oder Hengst!

    Denn der Mann, der uns gefällt
    Ist kein Macho, sondern Held!

    Alles klar? 😉 Weitere Auskünfte bei der Helpline für Eroberungsstrategien oder via Facebook bei der Autorin. Ein Workshop ist in Planung!

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  2. Da mir in meinem schon recht langen Leben kein Mann begegnet ist, wie ihn Claudia Toman beschreibt, befürchte ich, dass das ein Phantasiegeschöpf ist, ein Wunschbild. Sollte es das eine oder andere Exemplar wirklich geben, beglückwünsche ich den Partner an seiner Seite 😉
    Ich plädiere an diese Stelle für Vielmännerei. Vier sollten genügen, denke ich. Als da wären der – und Frauen, seid ehrlich, jede will ihn! – also der leidenschaftliche Liebhaber, der genau weiß, welche Stimmung im Bett oder sonstwo angesagt ist, der alles beherrscht, vom Blümchensex=Mukkefuck bis heißhochdrei=doppelter Espresso. Nummer zwei wird für den geistigen Orgasmus benötigt. Intellekt gepaart mit einerm Schuss Humor. Ein Familienmensch darf der dritte im Bunde sein, liebevoller Vater, verständig und geduldig, häuslich, sozial engagiert, die Schulter zum Anlehnen, wenn die anderen Kerle auf den Nerv gehen. Ach, ja, und für den Fall, dass Frau nicht das Zeug zu Karriere und dickem Bankkonto hat, muss Nummer vier die Kohle ranschaffen.
    Ui, jetzt bin ich aber auf Reaktionen gespannt. Aber denkt dran: Das sind nur Flügel 😉

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    • Stimmt, Elvira. Das Thema war ja auch, wo der Frauen Männertraum liegt, darum habe ich meinen zusammengefasst. Im Grunde ähnelt er deinem (bis auf die Ernährer-Sache, die leuchtet mir nicht ein, dazu braucht man keinen Mann, sondern einen Goldesel! Zeitgemäß ist sie auch nicht. Jede Frau kann heutzutage in unserer westlichen Welt ihre Kohle selbst ranschaffen. Sich selbst in den Arm nehmen, sexuell glücklich sein und zum lachen bringen, das ist weitaus komplexer), nur dass ich ihn nicht drittle. Ich muss auch leider zugeben, dass ich durchaus solchen Männern begegnet bin und darum keineswegs an die Ausrede Wunschbild glaube. Niemand ist makellos, aber ich kann problemlos eine Handvoll aufzählen, die meinem Text entsprechen. Ich frage mich nur immer schon, was die Frauen richtig machen, die schlussendlich an der Seite solcher Männer landen. Vielleicht kann der Beflügler im Gegenzug für das Workshophandout dazu etwas sagen? Welche Frauen erobert der Männertraum überhaupt und warum?

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          • Als Autor muss ich zugeben, die männlichen Figuren, die mir bisher so untergekommen sind und die an eure Männerträume heranreichen könnten, hatten gerade mit dem Erobern so ihre Schwierigkeiten. Meist waren sie froh, wenn sie überhaupt wahrgenommen wurden. 😉

            Im Übrigen: Wäre es nicht zu simpel, wenn nur die richtigen Kriterien erfüllt sein müssten, damit auch die Richtigen zusammenfinden? Wenn wir uns tatsächlich immer genau in diejenigen verlieben würden, die einfach alle Punkte einer vorher angefertigten Liste erfüllen? Müsste mancher/manche, der/die noch immer auf der Suche ist, nicht ehrlicherweise zugeben, dass er/sie den/die angeblichen TraumpartnerIn längst gefunden hat, sich aber blöderweise irgendwie nicht in ihn/sie verliebt? Und ist es nicht nur in Hollywood so, dass er/sie zur Freude der Zuschauer am Ende des Films endlich erkennt, dass es der/die beste FreundIn ist?

            Ich glaube nicht wirklich daran, dass solche Kriterien weiterhelfen. Wo die Liebe hinfällt, heißt es so schön (oder eben nicht schön).

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            • Ja, das ist schon richtig. Kriterien und Messlatten sind ja nur dazu da, von der Realität für ungültig erklärt zu werden. Und wenn es chemisch passt, sind sie völlig egal. Aber, großes Aber, ich habe in meinem Text ja ziemlich genau das beschrieben, was eben bisher bei mir Chemie ausgelöst hat. Nicht George Clooney oder so ein falsches Ideal, sondern einfach eine starke Persönlichkeit. Und die hat gar nichts mit dem Prototyp Macho zu tun. Bei Big Bang Theory zum Beispiel würde es mir gleich gehen wie Penny. Weil Leonard zum Beispiel durchaus so ein Held ist, auf seine Weise. Ich kann nur keine Lanze für die Schüchtis brechen, die kein Wort herausbringen und jede Frage mit „was meinst du?“ beantworten. Ich brauche wen, der mich fordert, der Witz hat und der auch wahrgenommen wird. Ob er gut im erobern ist, sei dahingestellt, aber es ist schon der Typ Mann, der im Ernstfall zupackt und tut, was getan werden muss. 😉

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      • Mir sind auch schon solche „Traummänner“ in der Realität begegnet – leider hatten sie fast alle feste Partner, und damit meine ich nicht Partnerinnen(!). Meine zwei besten Freunde würden diese Kriterien sofort erfüllen – gut, was die Sexualität betrifft bin ich auf ihre Aussagen angewiesen, die aber sehr glaubwürdig sind, weil wir aus naheliegenden Gründen extrem offen und schamfrei darüber reden (und lachen) können.
        Ansonsten denke ich, dass wir, wenn wir ewig auf das Erscheinen dieses Mannes warten, den wir uns erträumen, wahrscheinlich ewig Suchende bleiben würden. Ich kenne aber auch Frauen, die, wahrscheinlich tiefenpsychologisch erklärbar, die Messlatte dermaßen hoch legen, dass nie und nimmer ein Mann ihren Ansprüchen gerecht werden kann.
        Ich habe vor über drei Jahrzehnten die Entscheidung für einen Mann getroffen, mit dem ich lachen konnte (das muss mir wohl wichtig gewesen sein, darüber habe ich früher allerdings nicht nachgedacht), und der damals schon einem Männerbild entsprach, das erst später „in Mode“ kommen sollte. Ich habe es nie bereut.
        Aus Gründen, die heute – leider, muss ich sagen – Frauen zum Teil immer noch davon abhält, von ihrem Verdienst leben zu können, musste ich den letzten Typ Mann meinem Quartett hinzufügen. Ich kenne Frauen, die einen Vollzeitjob haben, für den sie drei Jahre ausgebildet wurden, der es ihnen zwar ermöglicht, eine kleine Wohnung zu unterhalten und nicht hungern zu müssen, aber das war es dann auch.
        Und nun, lieber Valentiner, schließe ich mich der Frage von Claudia an. Das wäre doch mal eine Vorlage für die schreibende Zunft der männlichen Blogger.
        Liebe Grüße,
        Elvira

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        • Ja, an den festen PartnERN ist was dran! 😉 Aber nicht nur. Einer meiner besten Freunde ist verheiratet mit Kindern und in vielem dem oben genannten Ideal sehr nahe (wobei ich deinen ersten Punkt nicht aus Erfahrung bestätigen kann, nur aus Berichten und der Zufriedenheit seiner Frau *g*)
          Ich habe auch so eine Messlatte, daher kann ich dazu was sagen: Ich habe mich vor vielen Jahren für eine Beziehung entschieden, wo nur Punkt 2 erfüllt war. Was hab ich oft gelacht im Schlafzimmer. Und irgendwann geweint. Was hätte ich mir Fürsorge gewünscht. Ich kann nur jeder Frau raten, ihre persönliche Messlatte lieber sehr hoch zu legen. Schließlich geht es darum, mit wem man über eine unbegrenzt lange Zeit beisammen sein möchte. Und dazu gehören definitiv alle meine Punkte. Leidenschaft, Intellekt und Herz müssen gleichermaßen befriedigt werden.
          lg Claudia

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              • Elvira, da sind wir Frauen aber auch besser darin, damit umzugehen. Wir gleichen das mit Johnny Depp oder dem guten, alten Clooney aus, während Männer dann schnell realere Lösungen für den Leidenschaftsausgleich suchen… 😉

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                • Johnny Depp, lecker! Viggo Mortensen, schmatz! Ein Typ wie Aragorn, das wär mein Fall 😉 Na, mal sehen, ob ich meine Träume dementsprechend beeinflussen kann.

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                  • Jaaaaaaaa, now we’re talking! Uns Frauen Aragorn, dann passt das schon mit der Leidenschaft. Jemand zum in den Arm nehmen wenn man spät in der Nacht heimkommt wäre trotzdem besser. 🙂

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                    • Er ist aber auch einfach der eine, wahre Held! Leider war mir immer das Eowyn-Schicksal beschieden, dabei wär ich so gerne Arwen gewesen. Aber zur Elbin tauge ich nicht, ich bin mehr so ein verkappter Hobbit mit Ambitionen…

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                    • „Ihr wünscht von Herrn Aragorn geliebt zu werden. Weil er edel und mächtig ist und Ihr nach Ruhm und Glanz trachtet und über die gemeinen Wesen, die auf der Erde kriechen, weit erhaben sein wollt. Und wie ein großer Hauptmann einem jungen Krieger, so erschien er Euch bewundernswert. Und das ist er auch, ein Herr unter den Menschen, der größte, den es jetzt gibt. Aber als er nur Verständnis und Mitleid für Euch hatte, da wolltet Ihr lieber gar nichts haben, es sei denn einen tapferen Tod in der Schlacht. Schaut mich an, Éowyn! […] Aber ich biete Euch nicht mein Mitleid an. Denn Ihr seid eine edle Frau und eine tapfere Frau und habt Ruhm errungen, der nicht vergessen werden soll; und Ihr seid eine so schöne Frau, finde ich, daß selbst Worte in der Elbensprache es nicht auszudrücken vermögen. Und ich liebe euch. […] wäret Ihr die glückliche Königin von Gondor, ich würde Euch dennoch lieben. Éowyn, liebt Ihr mich nicht?“
                      Da wandelte sich Éowyns Herz, oder sie verstand es endlich. Und plötzlich verging ihr Winter, und die Sonne beschien sie.

                      J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Stuttgart 1997, S. 971

                      Du erinnerst dich? Mit Éowyn nimmt es ein gutes Ende! Faramir aus dem Geschlecht der Truchsesse Gondors ist schließlich auch nicht zu verachten. Und Ithilien soll ein wunderschönes Zuhause abgeben. 🙂

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                    • Das glaub ich dir gern. Sie gehört zu den „versteckten“ Stellen, wie ich sie gern nenne. Die, die HdR für den echten Liebhaber noch um einiges wertvoller machen, weil sie Farbtupfer ins große Ganze bringen, die man gar nicht erwartet.

                      Meine absolute Lieblingsstelle ist diese hier:

                      Es war die erste Schlacht von Menschen gegen Menschen, die Sam miterlebte, und sie gefiel ihm nicht sehr. Er war froh, daß er das Gesicht des Toten nicht sehen konnte. Er fragte sich, wie der Mann wohl hieß und wo er herkam und ob er wirklich ein böses Herz hatte, oder welche Lügen oder Drohungen ihn zu dem langen Marsch von seiner Heimat veranlaßt hatten; und ob er nicht in Wirklichkeit lieber in Frieden dort geblieben wäre […]

                      J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Stuttgart 1997, S. 668 f.

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                    • Die versteckten Stellen, oh ja, bei den Filmen war ja das so schade, dass das meist die waren, für die es keinen Platz gab. Die Häuser der Heilung natürlich. Oder Tom Bombadil, diese zauberhafte Figur. Sam, der Oliphanten sieht. Die Welt der Großen durch Merrys und Pippins Augen. Wenn mich wer fragt, warum ich von aller High Fantasy nur Herr der Ringe liebe, dann ist es die Tatsache, dass bei den großen Schlachten immer die kleinen Augen erzählen, was passiert. Oder ein Elb und ein Zwerg im Wettkampf Helme sammeln. 🙂

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                  • Und dass es die Schwarz-Weiß-Trennung in Gut und Böse, wie sie dem alten Herrn so gern unterstellt wird, eigentlich gar nicht gibt. So wird derjenige, der noch etwas tiefer gräbt, etwa herausfinden, dass das edle Volk von Gondor ebenso wie später die tapferen Rohirrim gnadenlose Invasoren waren und sich die Menschen aus Dunland aus gutem Grund mit Saruman gegen sie verbündeten.

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