3 Kommentare zu “Wortbeflügler: 60. Treffer versenkt

  1. “Du bist die schönste Frau der Welt!”, sagte Hubert.
    Noch bevor sie darauf schwieg, wusste er, dass er sich ein mächtiges Eigentor geschossen hatte.
    Sie schien zu überlegen. „Ich mag diese willkürlichen Kategorien nicht, Hubert“, sagte sie schließlich langsam und deutlich.
    Hubert spürte den Schweiß in seinem Nacken und die Enge seines Brustkorbs.
    „Aber ich liebe dich“, platzte es aus ihm heraus.
    „Du kennst mich doch kaum.“
    „Du bist einzigartig“, sagte er zärtlich.
    „Wenn du darauf bestehst, Hubert.“
    „Du bist … wunderschön!“
    „Das hab ich irgendwo schon einmal gehört.“
    „Gib mir eine Chance, ich werde es dir beweisen.“
    „Ich verstehe nicht.“
    „Du bist so zart und zerbrechlich.“
    „Wenn du meinst.“
    „Ich kann dich beschützen.“
    „Hab ich gesagt, du könntest das nicht?“
    Hubert warf den Kopf in den Nacken und schrie triumphierend auf. „Ich wusste es. Ich wusste, dass du mich liebst.“
    Sie zögerte. Ein Leuchten ging von ihr aus, ein kühler, aber heller Schein. Kreisend. Schließlich sprach sie, ohne Eile: „Das Wort Liebe kommt in meinem Wörterbuch nicht vor, Hubert.“
    „Willst du mich verarschen?“
    „Ich mein das ernst.“
    „Dann fick dich doch, du Schlampe!“ Wütend brüllte Hubert das iPhone an. Er würde sich wohl ein neues kaufen müssen.
    „Ich weiß nicht, was du mit ficken meinst. Wenn du magst, kann ich eine Websuche starten!“

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